Freitag, 7. November 2014

Winter´s Snowman

Winter´s Snowman ist eine herbstblühende Kamelie, die von William Ackerman  aus den Pflanzen (Camellia sasanqua `Narumigata` x Camellia hiemalis ´Shishigashira`) x Camellia oleifera ´Plain Jane` gekreuzt wurde. Es ist eine sehr wüchsige, aufrechte Pflanze. Ihre halbgefüllte-anemonenförmige Blüte ist weiß, die Spitze der Blütenknospen ist pinkfarbig. Die mittelgrünen Blätter sind lederartig und leicht gänzend. Die Pflanze steht bei mir im Garten vollsonnig. Leider hat sie mir in den letzten beiden Jahren ihre Blütenknospen kurz vor der Blütezeit komplett abgeschmissen. Auch dieses Jahr sind ca. zwei Drittel aller Knospen abgefallen, trotz einer regelmäßigen Bewässerung. Ich hoffe aber, dass diese Probleme mit einer tieferen Bewurzelung der Pflanze langsam zurückgehen werden. Fraglich erscheint mir aber, ob diese Pflanze regelmäßig vor dem Winter blühen wird. Ihre Blütezeit wird mit Mitte November bis Dezember angegeben. In diesem Jahr war es nach diesem langen und warmen Sommer jedenfalls kein Problem, ihre erste Blüte erschien bereits im Oktober.

Erste Blüte von Winter´s Snowman nach drei langen Jahren Wartezeit am 22.10.14

Rechts: Winter´s Snowman am 07.11., links: einzelne Blütenknospe mit ihrer pinkfarbigen Spitze
Neuaustrieb bei Camellia x Winter´s Snowman,, Ende Mai 2014

Freitag, 31. Oktober 2014

Winter´s Cupid

Winter´s Cupid ist eine Kreuzung von William Ackermann aus Camellia oleifera x (C. sasanqua `Narumigata´ x C. hiemalis ´Shishigashira´). Die Kamelie hat lederartige und leicht glänzende,dunkelgrüne Blätter. Ihre Blüte ist weiss und halbgefüllt, in der Blütenmitte fallen die goldgelben Staubgefäße besonders auf. Die reguläre Blütezeit soll zwischen November und Anfang Januar liegen. In seinem Buch "Beyond the Camellia Belt" beschreibt William Ackerman Winter´s Cupid als winterhart bis zu -26°C.

Vollständig geöffnete Blüte, 06.11.14
Meine Pflanze wurde in diesem Jahr an die südliche Hauswand gepflanzt, etwas versteckt unter einem Winterjasmin. Sie hat bislang eine Gesamthöhe von 80 cm. An ihrem Standort wird sie im Winter leider etwas Morgensonne abbekommen. Im ersten strengen Winter werde ich sie evtl. etwas schattieren.

Letzte Blüten von Winter´s Cupid, leider hat die Bütenqualität über den Winter etwas abgenommen, 18.03.2015

Erste Blüten am 04.12.2016

Sonntag, 19. Oktober 2014

Hiryu

Camellia sasanqua ssp. vernalis `Hiryu` ist eine herbstblühende Sasanqua-Kamelie der Unterart vernalis. Sie soll ursprünglich aus Nakayama, Japan stammen. Sie hat mittelgroße, rosa-rote Blüten und sehr dunkelgrüne, leicht glänzende Blätter. Meine Pflanze ist direkt an die westliche Hauswand gepflanzt unter einem ca. einem Meter langen Dachüberstand. Sie steht etwas erhöht in einen mit Steinen abgegrenztem Beet. Der Boden ist sandig-lehmig, der Untergrund besteht leider teilweise aus Bauschutt, alles nicht gerade optimal. Im Sommer steht Hiryu ab ca. 14.00 Uhr bis in die frühen Abendstunden hinein sonnig. Sie wird deshalb in den Frühjahrs- und Sommertagen regelmäßig gegossen. Nächstes Jahr soll das Steinbeet um einen halben Meter vom Haus weg erweitert werden, so dass Hiryu hoffentlich erleichtert in den nasseren Bodenberech hineinwurzeln kann. Über die Winterhärte lässt sich nicht allzu viel berichten, bislang hat sie erst zwei Winter mit Temperaturen bis -13,5° C überstanden. In ihrem ersten Winter hatte sie bereits am Stamm einen Rindenplatzer erlitten, wahrscheinlich durch nasses, am Kamelienstamm anliegendes Mulchmaterial. Das Wachstum im nächsten Jahr war dann auch sehr zögerlich. Dieses Jahr hat sie jedoch zahlreich Blüten angesetzt und ein Höhenwachstum von 50 cm erreicht.

Anm.: Camellia sasanqua ssp. vernalis wird als ein Mix von Hybriden aus C. sasanqua und C. japonica angesehen (= C. x vernalis). Viele dieser Hybridzüchtungen kommen aus Japan und sind dort sehr populär. Die Blütenknospen von C. x vernalis Hybriden sollen im Gegensatz zu reinen Sasanquas eine hohe Kältresistenz aufweisen, wahrscheinlich aufgrund des Japonica-Anteils im Erbgut. Weitere sehr bekannte Züchtungen der Unterart vernalis sind z.B. Egao, Shibori egao und Yuletide.

Erste Blüte von Hiryu, Mitte Oktober 2014.

Erste einzelne Blüten im November 2012 und eine Detailaufnahme der Blütenknospe.

Entwicklung von Camellia sasanqua ssp. vernalis `Hiryu` : Im linken Bild ist Hiryu direkt nach der Pflanzung im Frühjahr 2012 zu sehen und im rechten Bild Mitte Oktober 2014.

Geöffnete Blüten von Hiryu nachdem sie 5 Tage Dauerfrost mit Temperaturen bis -4°C 
ausgesetzt waren, 05.12.14, +2° C.

Hiryu in diesem Winter mit einer ununterbrochenen Blüte: Linkes Bild vom 19.10.14, in der Mitte am 15. Januar 2015 und rechts am 01.03.2015, inzwischen wieder sonnig stehend.

Donnerstag, 5. Juni 2014

Eindrücke aus dem Garten im Mai 2014

Noch ist er kleiner als die Farne, aber ein Blickfang im Garten ist er trotzdem schon: Rhododendron rex.

Für mich nicht weniger spektakulär aufgrund seines Blattaustriebs ist Rhododendron calophytum.


Zwei Neuanschaffungen dieses Jahr: Ein Sämling von Rhododendron arboreum ssp. cinnamomeum und Rhododendron fortunei ssp. discolor. Ob Rhododendron arboreum langfristig hier im Garten überlebt ist leider nicht gesichert, die Unterart `cinnamomeum` kommt aber aus höheren Regionen und sollte die besten Chancen haben. Rhododendron fortunei ssp. discolor soll dagegen wesentlich winterhärter sein, die Winterhärte wird mit -18 - -24° C angegeben.

Zweimal Phyllostachys aureosulcata spectabilis im Austrieb.

Links: Der kleinere "Spectablis" im Habitus, rechts: Gesamtansicht der grünen Ùrform` Phyllostachys aureosulcata. Er wurde vor zwei Jahren als Ersatz für den herunter gefrorenen P. nigra gepflanzt.

Phyllostachys bissetii geht langsam in die Breite.

Links: Die Überraschung dieses Jahr: Phyllostachys vivax aureocaulis ist zurück. Vor zwei Jahren fast komplett runter gefroren, dieses Jahr schiebt er von allen Bambussen die dicksten Halme aus dem Boden. Rechts: Die Rückseite von Vivax, hier versuche ich schräg aus dem Boden kommende Halme in eine aufrechtere Position zu bringen. Die sehr dünnwandigen Halme von Vivax brechen beim typischen Hamburger "Schneematsch-Wetter" leider sehr schnell.

Links: Halm von Vivax im Detail, rechts: Der erste dickere Austrieb von Phyllostachys parvifolia.

Hat noch nie geblüht bei mir im Garten, aber lohnt sich auf jeden Fall auch wegen des sehr schönen Blattaustriebs, Ackermann Hybride Camellia x `Winter´s Snowman. Dieses Jahr müssten die Chancen auf eine Blüte aufgrund des frühen Beginns der Vegetationsperiode eigentlich sehr günstig sein.

Hier im Norden in den Gärten weit verbreitet ist diese Pflanze. Kein Exot, dafür aber immergrün mit sehr schönen Blättern, schnellwüchsig, winterhart und auch noch günstig zu erwerben: Neuanschaffung Viburnum rhytidophyllum.


Fatsia japonica sieht dieses Jahr mal wieder richtig gut aus, die einzelnen Blätter werden immer größer.


Montag, 2. Juni 2014

Phyllostachys nigra boryana in Hamburg













Der Bambus wächst auf einer Anlage eines Gartencenters im Nordosten Hamburgs. Es ist einer der höchsten Bestände, die ich bislang in Hamburg und Umgebung gesehen habe.


Ein weiterer Bestand steht im Botanischen Garten in Klein Flottbek.

Montag, 17. März 2014

Ausgepflanzte Kamelien in Hamburg / WHZ 7b

Seit Ende Februar ist dieses Jahr bereits die erste Kamelie in Blüte. Aufgrund der recht milden Temperaturen des letzten Winters dürfte es insgesamt eine hervorragende Kamelienblüte werden. Der Tiefstwert des Winters wurde am letzten Januar-Wochenende mit einer Temperatur von -12,7°C erreicht. An diesem Wochenende wehte ein starker und sehr unangenehmer Ostwind, der die gefühlte Temperatur auf -17°C fallen ließ. Zum Glück blies der Wind aber nicht lange genug, um Schädigungen an Kamelienknospen bzw. an -blättern auftreten zu lassen. Hinsichtlich der Winterhärte von Kamelien erbrachte dieser Winter also keine neuen Erkenntnisse.

Camellia japonica `Spring´s Promise` ist dieses Jahr die erste blühende Kamelie im Garten,
die erste Blüte öffnete sich bereits Ende Februar.
Tama no ura als Hochstamm, nicht unbedingt nach jedermanns Geschmack.....Der Stamm wird im Winter
mit einem dicken, luftdurchlässigen Flies geschützt.
Anfang März ausgepflanzte Camellia japonica `Masayoshi`, der Zeitpunkt der Blüte ist daher nicht repräsentativ.

Beginnende Blüte bei Camellia x Rosemary Williams

Eine zweite etwas schattiger stehende Pflanze von Camellia japonica Spring´s Promise, Mitte April.

Links: Camellia x Pink Icicle an der westlichen Hauswand mit ihren außergewöhnlich großen Blüten, 
rechts: Camellia japonica Dahlonega, Ende April

Links: Die große Spring Festival nach dem Umpflanzen vom letzten Jahr, sie steht jetzt an einem etwas sonnigeren Platz, rechts: Spring´s Promise, Ende April.

Camellia japonica Àpollo`wurde auf die andere Seite des Weges umgepflanzt, dafür sieht sie eigentlich noch ganz gut aus, Ende April 

Ein kleiner Abstecher in den Botanischen Garten Hamburg: Camellia japonica ssp. rusticana in Blüte.

So sieht es hoffentlich in 15 Jahren bei uns im Garten aus, Camellia japonica ssp. rusticana, BoGa HH
Camellia japonica Triomph de Wondelgem, BoGa HH

Noch einmal Camellia japonica ssp. rusticana, diese Pflanze ist allerdings stark verkahlt.

Camellia japonica Rosso Brillante, BoGa HH

Donnerstag, 13. März 2014

Kamelienselektion

Wenn das Gewächshaus mit Kamelien irgendwann aus allen Nähten platzt, stellt sich einem die Frage, welche Pflanzen man weiterkultivieren möchte. Bei Kameliensämlingen ist es sehr ungewiss, wie die Pflanzen später einmal aussehen werden. Es erscheint daher angebracht anhand von bestimmten Kriterien eine Auswahl treffen, um besonders lohnenswerte Pflanzen herauszufiltern. Ein entscheidendes Merkmal könnte z.B. die Form, die Farbe oder auch der Zeitpunkt der Blüte sein. Auch das Aussehen der Blätter, die Gesamterscheinung der Pflanze oder auch die Schnelligkeit des Wachstums sind geeignete Kriterien. Weil ich meine Kamelien aber im Garten auspflanzen möchte, steht für mich ein ganz anderes Merkmal an erster Stelle: Die Kälteresistenz des einzelnen Sämlings. Für mich ist es entscheidend Pflanzen zu finden, die einen Winter mit -15°C möglichst unbeschadet überstehen. Wenn die Kamelien nach so einem Winter auch noch blühen, wäre es perfekt. Ob die Blüten dann einfach, halbgefüllt, rosa, pink oder rose aussehen, wäre für mich erst einmal zweitrangig. 
Jeder Sämling besitzt meiner Meinung nach gegenüber einer stecklingsvermehrten Pflanze einen ganz schnell entscheidenden Vorteil: Er bildet eine sehr schnell wachsende Pfahlwurzel aus. Unter optimalen Bedingungen erreicht diese Pfahlwurzel bereits 4 - 6 Wochen nach Keimungsbeginn eine Tiefe von 20 cm (s.a. Growing Camellia japonica from seed), das entspricht der Wurzeltiefe einer 4-5jährigen Kamelie im 3-Liter-Container! Aufgrund dieser tief gehenden Wurzel ist die Wasserversorgung des Sämlings im Vergleich zu einem Steckling wesentlich verbessert. Ein "Vertrocknen" der Kamelie im Winter sollte bei einem Sämling eigentlich nicht so schnell passieren. 
Ich möchte von einigen bekannten "winterharten Kameliensorten" Sämlinge heranziehen, die hoffentlich die Winterhärte/Kälteresistenz ihrer Eltern vererbt bekommen und durch die Ausbildung der Pfahlwurzel eine verbesserte Wasseraufnahme aufweisen. Aber natürlich werden aufgrund der Neuorganisation des genetischen Materials auch einige "loser" dabei sein. Um möglichst früh geeignete Pflanzen herauszufiltern, habe ich im Garten ein kleines "Selektionsbeet" angelegt. 39 Sämlinge im Alter von 5 - 17 Monaten wurden in 50 cm lange Abwasserrohre gepflanzt; die nur 7,5 cm dicken Rohre wurden ca. 40 cm tief in den Boden eingelassen. Aus meiner Erfahrung reicht dieser Platz im Rohr für die Sämlinge vollkommen aus. In den nächsten zwei bis drei Wintern soll sich nun entscheiden, welche Pflanzen für meine Winterhärtezone besonders geeignet sind. 
Unter den ausgepflanzten Sämlingen sind einige Hybrid-Kreuzungen und auch "exotische Arten" dabei, von denen es bislang nur wenig Erknntnisse zur Winterhärte gibt, u.a. Camellia cuspidata, Camellia oleifera, Camellia chekiangoleosa, Camellia japonica `Red Jade`, Camellia japonica `Tama no ura` x `Kuro delight` bzw. Camellia japonica `Tama no ura` x `Masayoshi` und Camellia oleifera x Camellia sasanqua.

Kamelienselektionsbeet Mitte März 14, letzte Nacht wurde das Bett bei -2°C noch mit einer dicken Umzugsdecke abgedeckt.
Die Pflanzen können im Moment noch hervorragend mit dem gesamten Rohr aus dem Boden gezogen werden, um später an einem geeignetem Platz ausgepflanzt zu werden. Wie gut man die Kamelien in zwei -drei Jahren noch aus dem Boden bzw. Rohr bekommt ist natürlich ein ganz anderes Problem. Notfalls wird dann zum Spaten und zur Flex gegriffen.


Das Kamelienbeet wurde etwas erweitert, 17.05.14.

September 2014

Das Kamelienbeet im Juli 2016. Über den Winter 2015/16 sind ca. 15 Sämlinge erfroren bzw. vertrocknet.

Dienstag, 25. Februar 2014

Kamelienblüte im Gewächshaus, Frühjahr 2014


Blüte von Tama no ura ohne den typischen weißen Rand, Mitte Februar 2014
Oben links: Yume mit durchgehender Blüte seit Anfang Dezember, oben rechts: Kirin No Homare mit erster Blüte
Januar 14, unten: Berenice Boddy kurz vor der Blütenöffnung und Hagoromo, Anfang Februar 2014

Higo Kamelie Hiodoshi mit ihren zahlreichen Staubgefäßen und toller Symmetrie.
Camellia japonica Hagoromo

Camellia x Night Rider, Ende April


Als Camellia x Inspiration gekauft, aber für mich sieht das eher nach Debbie aus, mal sehen, wie die nächsten Blüten aussehen
Yume scheint jetzt auf dem Höhepunkt der Blüte zu sein.
Masayoshi und Berenice Boddy in Blüte, Mitte Februar 2014.

Camellia japonica Spring´s Promise, schön zu sehen sind die unterschiedlich reifen Pollensäcke, oben rechts wurden zwei Staubblätter für eine Kreuzbestäubung entfernt, während der Aufnahme ist mir das überhaupt nicht aufgefallen.




Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...