Donnerstag, 26. Juli 2012

Bambus im Arboretum Ellerhoop, Teil 2

Gleich zu Beginn vom zweiten Teil über das Arboretum zeige ich wieder einen botanischen Knaller, zumindest für mich. Eine ausgepflanzte Albizia julibrissin hatte ich bislang in Hamburg/ Schleswig-Holstein noch nicht gesehen, und schon gar nicht in dieser Größe,,,






Auf dem Weg zum Vivax-Hain kommt man auch noch an einem sehr schön gestaltetem chinesischen Garten vorbei, natürlich mit Bambus und Steinen.



Hier durfte sich der Straußenfarn über ein größeres Areal ausdehnen.



Nun aber...endlich angekommen steht man vor einem Vivax-Bestand mit einer sehr beeindruckenden Höhe. Der Bestand besteht im vorderen Teil aus gelben Pflanzen von P. vivax aureocaulis und im hinteren Teil aus grünen Pflanzen von P. vivax. Aufetretene Mutationen in die Formen `Huangwenzhu` und `Huangwenzhu-Inversa`konnte ich nicht beobachten. Auffällig war auch, dass die gelbe Àureocaulis-Form` nur ganz selten die typischen Längsstreifen am Halm aufwies. Da sieht mein eigener Bestand ganz anders aus. In diesem Jahr hat anscheinend auch kein oder nur ein geringer Neuaustrieb stattgefunden. Die typischen leuchtenden hellgrünen bzw. hellgelben Halme waren im Hain nicht zu entdecken. Nur außerhalb, ca. 5m entfernt vom Hain, kam ein fingerdicker Halm in einem Strauch aus dem Boden. Der grüne Bereich gefiel mir im Hain wesentlich besser, die älteren gelben Halme sahen doch etwas "schmuddelig" aus. Völlig überraschend ist aber der sehr gute Zustand des Hains, von toten schwarzen Halmen oder nur teilweise beblätterten schwarz gefleckten Halmen war so gut wie nichts zu sehen. 
Leider gibt auch hier bei Phyllostachys vivax überflüssigen "künstlerischen Schnickschnack". Die hereingestellten und blau angemalten Halme hätte man sich wirklich schenken können. Als ob sich dadurch die Attraktivität des Bambus-Hains steigern ließe...









Na bitte, es geht also auch in Schleswig-Holstein / Hamburg: Dicke Halme beim grünen Vivax.




Mittwoch, 25. Juli 2012

Bambus im Arboretum Ellerhoop

Auf dem Rückweg von einem großen Holzhandel aus Elmshorn entschloss ich mich zu einem kurzen Besuch im Arboretum Ellerhoop in Schleswig-Holstein am Stadtrand von Hamburg. Am meisten interessierten mich hier natürlich die Bambuspflanzungen in diesem Park. Es gibt hier aber noch viel mehr zu sehen...

Am Anfang des Rundgangs kommt man an einem echten botanischen Knaller vorbei: ein riesiger Mammutbaum .
Gleich daneben wächst eine Fargesia Standing Stone mit einigen Farnen.
Am Ufer des großen Sees fällt einem aus der Ferne schon Gunnera manicata vor einem Bambushain auf.
Zurück geschnittene Sasa palmata als Wegbegrenzung am Seeufer.

Den Weg ein Stück weiter herunter Gunnera diesmal von der anderen Seite, im Hintergrund ein schöner Bestand von Phyllostachys aureosulcata spectabilis.
Frontalansicht von Phyllostachys aureosulcata spectabilis.
Auf der anderen Wegseite sind noch deutliche Winterschäden bei Phyllostachys zu erkennen. Allgemein muss man sagen, daß die Phyllostachys-Bestände keinen besonders "gepflegten" Eindruck machten, tote Halme bekam man überall zu sehen. 

Auch hier am Eingang zum Bambusdschungel wurden die toten Halme von Phyllostachys aureosulcata nicht entfernt.
Im Bambusdschungel waren bei idealen Lichtverhältnissen die Bambusschäden dagegen wieder vergessen  bzw. gar nicht so sichtbar. Überwiegend wurden hier  Phyllostachys bissetti, Phyllostachys aureosulcata und Phyllostachys propinqua gepflanzt. Das Interesse an diesem Pfad war übrigens äußerst gering, die meisten Besucher gingen den kürzeren Weg am See entlang. Mir war das ganz recht...
Phyllostachys bissetti von außerhalb des Dschungels fotografiert.
Tolle Pflanzung von Rodgersia aesculifolia.


Phyllostachys aureosulcata aureocaulis


Phyllostachys propinqua
Zum Schluss noch einmal ein Bild von Gunnera mannicata bei strahlend blauem Himmel und 28°C.
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Im zweiten Teil über das Arboretum Ellerhoop wird es Fotos vom Vivax-Hain geben......
Bambus im Arbortum Ellerhoop, Teil 2

Montag, 16. Juli 2012

Es ist Sommer


Dieser Sommer ist eindeutig der Sommer der Farne. Bei täglichem Niederschlag und Temperaturen
 knapp unter 20°C. sehen die im Topf stehenden Baumfarne Dicksonia antarctica und Cyathea cooperi hervorragend aus.
Auch die Wurmfarne in diesem Jahr haben eine Höhe von ca. 1m erreicht.
Sasa kurilensis bekommt das Wetter auch sehr gut, sie sieht nach den Winterschäden wieder topp aus. 
Die beiden Pflanzen sind auch ca. 30cm höher als letztes Jahr. Allerdings mussten zahlreiche tote Blätter herausgeschnitten werden.
Im hintersten Teil des Gartens: Weitere Farne, Efeu und Rhododendron. 
Die Yucca-Gruppe im sonnigeren Teil des Hintergartens. Links die langsam wieder ergrünende kleine Trachycarpus wagnerianus.
Phyllostachys vivax aureocaulis hat nach den Halm- und Blattschäden vom Winter nur einen spärlichen Austrieb hervorgebracht. Die Althalme sind nicht vollständig wieder beblättert. Insgesamt ist das doch sehr enttäuschend. Da kann man nur auf das nächstes Jahr hoffen. Rechts ein Foto vom letzten Jahr zum Vergleich.
Hibanobambusa ist nach kompletten Rückschnitt ca. 50cm kleiner als letztes Jahr, sieht aber doch wieder sehr gut aus.
Pseudosasa japonica ist noch weit von ihrer alten Höhe entfernt. Auch diese Pflanze wurde komplett zurückgeschnitten. Rechts ein Foto direkt nach dem Frost vom Februar diesen Jahres.
Vor dem neuen, ca. 2m hohen Austrieb von Phyllostachys nigra ganz rechts wurde Phyllostachys aureosulca noch mit in die Sperre gepflanzt. Dieser Bambus ist hier in Hamburg deutlich winterhärter. Langfristig wird er wohl den schwarzen Bambus verdrängen. Links noch einzelne Halme von Sasa palmata und im Hintergrund Fatsia japonica.
Die Rückseite vom grünen Phyllostachys aureosulcata unter dem Tetrapanax.
Den Weg ein Stück weiter zurück. Rechts Camellia japonica Ápollo´ vor einer Mahonie ´Winter´s Sun´, die von einem mächtigem Wurmfarn fast vollständig verdeckt wird. Auf der linken Seite Pseudosasa japonica.
Osmunda regalis (Königsfarn) im Vordergrund, dahinter Phyllostachys aureosulcata spectabilis.
Es hätte das Jahr von Musa basjoo werden können: Gut geschützt überstand sie den Winter, mit einem ordentlichen Stamm startete sie im Frühjahr...doch seitdem ist kaum etwas passiert.
Tetrapanax wächst dagegen auch bei Temperaturen unter 20°C sehr ordentlich.

Gina


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