Samstag, 31. März 2012

Kuro delight


Heute kam per Post eine sehr vielversprechende Ackermann-Hybride an: Camellia japonica `Kuro Delight`. Die Pflanze ist eine Kreuzung aus Camellia japonica `Kuro Tsubaki´ x Camellia japonica `Variety Z`. Sie hat eine sehr dunkelrote Blütenfarbe und für eine Japonica ungewöhnlich schmale und sehr lange Blätter. Angeblich rollen sich die Blätter bei starkem Frost ein. Die Pflanze reduziert dadurch die Blattoberfläche, genauso wie es auch Rhododendren machen. Nach 15 Jahren soll sie eine Wuchshöhe von 1,80 m x 1,80 m erreichen, sie wächst also eher langsam.
`Kuro Delight` ist ein Frühjahrsblüher mit einer sehr langen Blütezeit von Anfang März bis Ende April. Sensationell sind die Angaben zur Winterhärte: W. Ackermann gibt in seinem Buch "Beyond the Camellia Belt" eine Minimaltemperatur von -26°C an, die in mehreren Feldversuchen über einen Zeitraum von 20 Jahren ermittelt wurde. Das wäre natürlich ein Knaller. Meine Pflanze wurde inzwischen an der Südseite des Hauses ausgepflanzt, zur Mittagszeit wird sie von einer hohen Buche beschattet.


Einzelne Blüte von Camellia japonica `Kuro Delight.

Kuro Delight mit ihren typischen schmalen und leicht glänzenden Blättern. Die dunkelroten Blütenknospen sind schon vor dem Öffnen ein echter `Hingucker`.
Links: Kuro Delight direkt nach dem Auspflanzen im Mai 2013, Mitte: nach ihrem ersten Winter in Blüte, März 2014, rechts: mit beginnender Blüte, 29.03.2015.

Ende März 2015

Kuro Delight 2016 und 2018

Mittwoch, 28. März 2012

Bambusaustrieb in Hamburg, 2012

Es geht wieder los.......Nachdem sich die Bambusse in den letzten zwei Monaten eher rückwärts entwickelt haben, beginnt jetzt wieder die schönste Zeit des Jahres für alle Bambusliebhaber, der Bambusaustrieb. Heute sind die ersten Lebenszeichen bei den üblichen Verdächtigen zu erkennen, bei Fargesia robusta Campbell und Fargesia scabrida Asian Wonder schieben die ersten Sprossen aus dem Boden. Übrigens dieses Jahr 4 Tage früher als letztes Jahr. 

Links: Fargesia robusta Campbell, rechts: Fargesia scabrida `Asian Wonder`


Nach und nach werde ich in diesem posting weitere Austriebsdaten und Fotos von Bambussen aus unserem Garten einstellen.

08.04.2012: Auch an den Halmen von Fargesia zeigt sich trotz der Eiseskälte (heute Nacht -5°C) wieder erstes Grün, bei Phyllostachys ist noch kein Blattaustrieb zu sehen.
Links: Fargesia scabrida `Ásian Wonder`, rechts: Fargesia jiuzhaigou

11.04.12: Austrieb von Sasa kurilensis 

Fargesia robusta `Campbell`, links: am 28.03.12, rechts: am 16.04.12
Fargesia robusta `Pingwu`, links: am 16.04., rechts: am 22.04., erstaunlicherweise ist der Austrieb von ´Pingwu` nahezu unbehaart, ich hätte jetzt einen nahezu identischen Austrieb zu `Campbell` erwartet. 

29.04.12,  Sasa kurilensis

05.05.12, Phyllostachys aureosulcata spectabilis

05.05.12, Phyllostachys vivax aureocaulis


08.05.12, Fargesia jiuzhaigou

08.05.12, waagerechter Austrieb von Hibanobambusa tranquillans ´Shiroshima`

08.05.12, Phyllostachys aureosulcata spectabilis


Die meisten geschädigten Phyllostachys treiben jetzt an den Halmen neu aus.

22.05.12, Phyllostachys bissetii treibt auch endlich aus

29.05.12, Phyllostachys parvifolia treibt als letzter Bambus aus.

Montag, 26. März 2012

White Camellias

Williamsii-Hybride `Jury´s Yellow`
Blatt- und Blütenknospen von `Jury´s Yellow`
Blüte von Camellia japonica `Lavinia Maggi Alba´
Blütenknospe und Blatknospen von Camellia japonica ´Lavinia Maggi Alba`
Blütendetail von Jury´s Yellow
Camellia japonica `Lavinia Maggi Alba´
Williamsii-Hybride `Jurys Yellow`

Donnerstag, 22. März 2012

Yuccas und Agaven

Für ein Update zu Yuccas und Agaven ist es eigentlich noch zu früh, da sich Verluste bei einzelnen Pflanzen erst noch im Mai ergeben können (das ist jedenfalls meine Erfahrung). Trotzdem sehen die meisten Pflanzen erstaunlich gut aus. Hier macht sich der sehr günstig gelegene Standort an der Hauswand deutlich bemerkbar. Bei den Yuccas hat sich bislang nur eine sehr kleine Yucca recurvifolia `Banana Split` verabschiedet, die zweite Pflanze hat anscheinend überlebt (s.u.). Bei den Agaven haben zwei sehr kleine mir leider unbekannte Pflanzen nicht überlebt. 

Yucca filamentosa `Bright Edge`, Yucca gloriosa nobilis

Oben: Yucca recurvifolia ´Banana Split`, Yucca gloriosa
Kleine Yucca rostrata ohne Schäden, Yucca baccata
Die beiden großen Yuccas, links: Yucca thompsoniana mit vereinzelten weißen Flecken an den Blättern,
rechts: Yucca rostrata dieses Jahr wieder mit  Schäden an den Blättern. 
Die überlebenden Agaven...leider bin ich nur bei der Pflanze oben rechts sicher, dass es sich um Agave neomexicana handelt.  Ansonsten könnten noch Agave ovatifolia und Agave parryi var. parryi mit dabeisein.
Update 08.04.12: Yucca gloriosa nobilis treibt schon wieder neue Blätter.

Zwei überlebende Agaven im Januar 2015.......Wenn man die Fotos mit der Übersicht aus 2012 vergleicht, muss man leider feststellen, dass kaum Wachstum stattgefunden hat. Positiv zu erwähnen ist allerdings, dass die Blätter trotz zwei aufeinander folgender nasser Winter nicht verpilzt sind. Rechts im Bild zu sehen ist Agave neomexicana.

Sonntag, 18. März 2012

Kamelien in Blüte 2

Es ist Kamelienzeit....

Links: Camellia x vernalis `Hiryo`. Camellia `Spring Festival`
Rechts: Camellia japonica `Lavinia Maggi Alba` (untypische erste Blüte), Camellia sasanqua `Yuletide`
Camellia x williamsii `Debbie` 
Camellia x ´Black Lace`
Oben: Blütenknospe Camellia japonica `Lavinia Maggi Alba`,  Camellia `April Tryst´ (Sämling von `Yours Truly`)
Unten: Williamsii-Hybride `Jury´s Yellow`, Blütenknospe  Camellia japonica `Adolphe Audusson var.`




Donnerstag, 8. März 2012

Wachsen Kamelien unter Straßenlaternen schneller?

In dem Buch "Camellia Culture" von E.C.Tourje wurde schon 1958 berichtet, dass Kamelien in der Nähe einer Straßenbeleuchtung anscheinend schneller wachsen. Offenbar reicht das schwache Licht einer Straßenlaterne aus, um die Wachstumsperiode der Pflanzen zu verlängern. Anhand der gestern in das Bambus-Kamelien-Beet gepflanzten Kamelien Winter´s Star wollte ich einmal genauer überprüfen, wieviele Zentimeter zusätzliches Wachstum möglich sind. Die beiden Kamelien eignen sich dafür besonders, beide Pflanzen sind nämlich genau 1,05m hoch und stehen nicht mehr als 2,50m auseinander. Sie wachsen also unter identischen Umweltbedingungen heran.
An einem Stab wurde bei einer Pflanze von Winter´s Star zusätzlich eine 3W LED-Leuchte befestigt, die als Ersatz für eine Straßenlaterne dienen soll. Die Beleuchtungsdauer wurde über eine Schaltuhr geregelt, die Einschaltzeit beginnt derzeit gegen 19.00Uhr, die Ausschaltzeit ist gegen 3.00Uhr. Die Pflanze bekommt im Moment also 8 Stunden zusätzlich Licht. Mit zunehmender Tageslänge werde ich die Ein- und Ausschaltzeit soweit anpassen,  dass die Pflanze immer einer Dunkelperiode von ca. 3-4 Stunden ausgesetzt ist. Eine Auswertung erfolgt zum Ende der Vegetationsperiode, Ende September/Anfang Oktober.


Camellia x Winter´s Star

01.10.12: Beim Vergleich der beiden Pflanzen von Winter´s Star sind am Ende der Vegetatatioszeit keine erheblichen Unterschiede zu erkennen. Beide Pflanzen haben ca. 10-12cm Höhenwachstum erreicht. Die beleuchtete Kamelie zeigt aber einen viel gleichmäßigeren Wuchs.

Dienstag, 6. März 2012

Das Bambus-Kamelien-Beet

Bambus und Kamelien haben eigentlich die gleichen Ansprüche an einen optimalen Boden. Sie bevorzugen beide einen feuchten, gut drainagierten und leicht sauren Boden. Zusätzlich mögen beiden Pflanzen eine aufgetragene Mulchschicht; sie hält den Boden länger feucht und
schützt im Winter vor Frost. Warum also nicht beide Pflanzen in einem Beet zusammenpflanzen? 



Für dieses "Experiment" wurden ein hoher, ausläuferbildender Bambus (Phyllostachys vivax aureocaulis) und jeweils zwei Pflanzen der Ackermann-Hybriden `Winter´s Star`und ´Winter´s Joy´ in ein ca. 12qm großes Beet gepflanzt. Das Beet wurde durch eine 70cm tiefe Rhizomsperre eingegrenzt, der Überstand der Sperre wurde mit mehreren Steine "verkleidet". 
Geplant ist, dass die Kamelien sozusagen als "Unterwuchs" zwischen einzelnen Bambushalmen wachsen. Das Blätterdach vom Bambus soll Schatten spenden und im Winter vor starkem Frost schützen. Zudem hat Vivax aureocaulis einen weiteren Vorteil, weil er im unteren Halmbereich keine seitlichen Verzweigungen bildet. Da beide Kamelien einen eher schlanken, säulenartigen Wuchs haben, erwarte ich keine Wachstumsbeeinträchtigungen. Es gibt aber natürlich auch einen Nachteil: die Rhizome von Vivax würden in einigen Jahren die Sperre komplett ausfüllen. Deswegen werde ich jedes Jahr im Herbst ein Teil der Rhizome am Sperrenrand entfernen. Zusätzlich sollen vom Neuaustrieb im Frühjahr auch nur zwei bis drei Halme stehengelassen werden. Bei zu eng stehenden Halmen wird ebenfalls einer entfernt. Soweit die Planung...

Von links nach rechts: Camellia x Winter´s Star ,1,05m hoch, Camellia x Winter´s Joy, 1,10m hoch,
Camellia x Winter´s Star ,1,05m hoch, Camellia x Winter´s Joy, 0,95m hoch

Christrosen als zusätzliche Beetbepflanzung.
07.06.12.: Dieses Jahr wird noch nicht der Durchbruch beim Bambus-Kamelien-Beet. Der Bambus P. vivax aureocaulis ist im Winter leider sehr stark geschädigt worden. Nach 100% Blattschäden beblättern sich die Halme nur äußerst langsam und spärlich, ein Halm ist vielleicht sogar komplett abgestorben. Der Neuaustrieb fällt sehr mager aus, es kommen fast nur bleistiftdünne "Fisselhalme" im Winkel von 45 Grad. Nach diesen Schädigungen, die bestimmt eine Verzögerung von 1-2 Jahren bedeuten, stellt sich natürlich die Frage, ob Vivax der geeignete Bambus für dieses Projekt ist. Allerdings hatten wir zuletzt vor 15 Jahren so tiefe Minimaltemperaturen. Phyllostachys parvifolia wäre langfristig vielleicht die bessere Alternative. Bei den Kamelien entwickeln sich die Pflanzen von Winter´s Star gut, Winter´s Joy hängt im Blattaustrieb etwas hinterher.



30.07.12: Vivax bekam zur "Unterstützung" einen 4m-Halm von Phyllostachys parvifolia mit in das Beet gesetzt. Beide Pflanzen stehen jetzt ganz dicht beieinander und werden sich in Zukunft wahrscheinlich erst einmal gegenseitig etwas behindern. Es wird sich zeigen, ob das eine gute Idee war... Auf den ersten Blick sieht das Beet jetzt wieder etwas besser aus, trotz unterschiedlicher Halmfarbe und Blattgröße. "Bambuspuristen" werden jetzt wahrscheinlich nur mit dem Kopf schütteln... :-)



07.08.2012: Auch wenn der Bambus dieses Jahr nicht so richtig will, Efeu als Bodendecker funktioniert bei diesem Wetter auf jeden Fall hervorragend.



Das Bambus-Kamelien-Beet im Jahr 2014: Die Ackerman-Hybriden wurden getauscht gegen frühjahrs blühende Japonicas 
aus der April-Serie. Der Standort ist doch recht schattig. Vivax hat sich von den starken Schäden vor zwei Jahren ganz gut erholt. 
Parvifolia ist leider nicht mit im Bild, er hat bislang nur einen Halm in der Stärke und Höhe von Vivax ausgetrieben. 
Wenn der Winter normal verläuft, könnte es im nächsten Jahr spannend werden...

Erstmalig sind dieses Jahr die Kamelien in Blüte, es fehlt nur noch der Bambusaustrieb, 25.04.2015.



Phyllostachys vivax aureocaulis im July 2016, rechts am Bildrand zwei Halme von P. parvifolia

Samstag, 3. März 2012

Fatsia japonica

Über Fatsia japonica (Zimmeraralie) habe ich einmal gelesen, dass sie die einzige überlebende Pflanze in einem Gewächshaus war, nachdem in einer harten Winternacht die Heizung ausgefallen war....Die Pflanze hat also eine Menge Potenzial. 
In unserem Garten wachsen sieben Pflanzen an einem schattigen Standort sehr gut heran. Die Pflanzen lieben eine höhere Luftfeuchtigkeit und Temperaturen zwischen ca. 18 - 22°C, also eigentlich ideal für einen Sommer in Hamburg. Im Winter treten nach meinen Beobachtungen keinerlei Schäden bis zu Minustemperaturen von -12/13°C auf. Bei tieferen Temperaturen kommt es erst an den Blättern und später auch am Vegetationspunkt zu Beschädigungen. Es kann im Winter also zu einem vollständigem Blattverlust kommen, die Pflanze treibt aber in der Regel aus dem Stamm wieder aus. Eine derart geschädigte Pflanze wächst im Laufe des Sommer aber verzögert heran. Unter einer übergeworfenen Decke oder einem Laubsack kann Fatsia japonica durchaus noch tiefere Temperaturen unbeschadet überstehen. Diesen Winter scheinen drei Pflanzen nahezu unbeschadet überstanden zu haben. Die anderen Pflanzen haben mittelschwere Blattschäden und eine Pflanze hat einen erfrorenen Vegetationspunkt. Mit ansteigenden Temperaturen können sich die Blättschäden aber leider noch verstärken.

Ein weiterer Pluspunkt bei Fatsia japonica ist, dass die Pflanze sehr günstig erworben werden kann. Meine Pflanzen wurden 30cm hoch zu einem Stückpreis von 4,99 Euro bei einer großen Baumarktkette gekauft. Ein Totalverlust wäre zumindest finanziell gesehen nicht ganz so tragisch.

 Fatsia japonica, 1,20m hoch, mit einzelnen geschädigten Blättern, aufgenommen Ende Februar.
25.04.12, Nach -18,5 Grad Celsius sieht diese Pflanze sieht nahezu unbeschädgt aus.

Hier sind die Winterschäden noch deutlich zu erkennen.

An dieser Pflanze nur ein leichter Blattschaden.

19.07.2012, So richtig hübsch sind sie nicht mehr, deutlich zu sehen die Blattverluste im unteren Bereich.


Fatsia japonica sieht dieses Jahr mal wieder richtig gut aus, Ende Mai 2014.

Links: Fatsia japonica zum ersten Mal mit beginnender Blüte, Ende Oktober14, rechts: Mitte November.

Fatsia japonica im BoGa Hamburg, 24.04.2016

30.06.2016


September 2017
Die Blütenstände von Fatsia japonica und vom heimischen Efeu (Hedera helix).

18.11.2017

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