Sonntag, 26. August 2012

Rhizomaktivitäten




 Bei meinem kleineren Phyllostachys aureosulcata spectabilis entdeckte ich vor einigen Tagen das erste Wachstum von Rhizomen. Außerhalb des Bodens waren schon einzelne dünne Rhizome zu erkennen, die sich zum Halm weiterentwickelten. Im Boden war eine einzelne dickere Sprossachse zu erkennen.



Heute musste ich feststellen, dass sich  in den letzten Tagen einiges getan hatte. Nachdem ich mit einem Gartenschlauch die oberste Grasschicht weggespült hatte, konnte ich etliche bogenförmig verlaufende Rhizome entdecken. 

 Etwas tiefer im Boden hatten sich einzelne Rhizome noch weiter von der Pflanze entfernt. Genau wie bei Phyllostachys bissetii gehen die Rhizome nicht tiefer als 15 cm in den Boden.


Leider steht der Bambus nur einen Meter entfernt vom Nachbargrundstück. Hier muss ich wohl noch aktiv werden, um einen Übergriff zu verhindern. Die sehr starke Rhizomaktivität führe ich übrigens auf den sehr lockeren, nährstoffreichen und vor allem feuchten Boden zurück. Seit 10 Tagen wird in diesem Bereich ein ca. 4000l großes Planschbecken entleert.


Rhizome von Phyllostachys nigra im Vordergarten ohne Sperre.


Bei Phyllostachys bissetii läuft fast alles nach Plan. Oben: Ein neues Rhizom wird wie geplant über die Rampe (s. Rhizomrampe) nach oben gelenkt. Unten: Hier werden zwei Rhizome seitlich abgelenkt und laufen jetzt am Holzbalken entlang. 


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15.09.12: Sasa kurilensis sollte man im Herbst im Auge behalten...

Die Rhizome liefen kreisförmig am Sperrenrand, die Längsten sind über 2m lang. Vorsichtshalber habe ich sie entfernt, damit nicht zuviel Druck auf die Rhizomsperre ausgeübt wird.

Tiere im Garten














Halsbandsittich am 02.02.14 in Hamburg

Zwei noch sehr kleine Igelbabys auf der Suche nach Futter vor Fargesia robusta `Campbell`.

Mittwoch, 8. August 2012

Rhizomrampe

Letzte Woche hatte ich noch behauptet, dass Phyllostachys bissetii bei mir vollkommen horstig wächst und keinerlei Rhizome schiebt. Gestern wurde ich jedoch eines Besseren belehrt.... 


Mit dem ersten Spatenstich zum "Bau einer Holzaufkantung" um Bissetii herum, trennte ich in knapp 90 cm Entfernung vom Bambus die Spitze eines austreibenden Rhizoms ab. In einem Meter Entfernung fanden sich gleich noch vier Weitere. Alle Rhizome wuchsen nicht in dem festen Lehmboden, sondern in einer lockeren Aufschüttung von Grasschnitt, Gehäckseltem, Pflanzenresten und etwas Pferdemist. 


Die neue Holzaufkantung soll den Abschluss zum Rasen herstellen und es wird sozusagen ein "Minikomposthaufen" angelegt, in dem der Bambus sich ausbreiten kann. Vor die Holzaufkantung habe ich eine in 20 cm Tiefe beginnende Rampe im Winkel von 45° betoniert (s. Fotos unten). Die Absicht ist dabei, die Rhizome über die Rampe nach oben ins Freie laufen zu lassen. 


Ob diese "Spielerei "funktioniert und sich die Rhizome an den Plan halten nicht tiefer als 20 cm in den Boden zu gehen.....ich bezweifel es ja, aber wir werden sehen.


Interessant ist übrigens auch, dass die Rhizome ausschließlich in den feuchten, nährstoffreichen 
Bereich hinein laufen. Zur anderen, trockeneren Seite gibt es keine Ausläufer.

Bislang funktioniert die Rhizomrampe sehr gut. Die meisten Rhizome werden jedoch nicht nach oben, sondern nur seitlich abgelenkt. Sie können relativ leicht wieder aus dem Substrat herausgezogen und auf die gewünschte Länge gekürzt werden, 17.07.14.

Inzwischen schiebt sich eine Matte aus Rhizomen und Wurzelgeflecht immmer dichter in Richtung Holzbalken. Mit dem Spaten kann man dieses Geflecht jedoch gut hochhebeln und anschließend mit einer Gartenschere zurückschneiden. Links im Bild einer der dickeren Halme vn P. bissetii, inzwischen 27mm dick, 07.07.15.
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