Freitag, 17. Februar 2012

Trachycarpus wagnerianus vs. Rhapidophyllum hystrix

Trachycarpus wagnerianus (Wagners Hanfpalme) und Rhapidophyllum hystrix (Nadelpalme) sind unter Exotengärtnern zwei sehr beliebte Palmen, weil sie eine außergewöhnliche Winterhärte aufweisen. Zwei Jungpflanzen wachsen seit 3 Jahren bei mir an einem sonnig-halbschattigen Platz im Garten. Beide Pflanzen wachsen relativ langsam, ein vollsonniger Standort wäre bestimmt besser. Diesen Winter haben sie die kältesten Nächte etwas geschützt unter einer herübergeworfenen Decke verbracht. Am Boden lagen die Temperaturen bestimmt bei -20° C, unter der Decke wahrscheinlich etwas höher. Nächstes Jahr werde ich das mal genauer messen. 

Auf den Fotos ist gut zu erkennen, wer in diesem Winter als Sieger hervorgegangen ist.

Trachycarpus wagnerianus

Rhapidophyllum hystrix
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Update 08.04.12: Trachycarpus wagnerianus dürfte jetzte so langsam am Tiefpunkt angelangt sein. Alle Palmwedel sitzen noch fest. Bislang zeigt sich aber noch kein neues Wachstum. Rhapidophyllum hystrix sieht unverändert aus.


06.05.12: Gerade habe ich gesehen, dass Rhapidophyllum hystrix am Stamm bereits erste kleine Nadeln ausbildet hat. Und das schon bei einer Gesamthöhe von nicht ganz 40cm.

03.04.13: Für Trachycarpus wagnerianus heißt es nach diesem Winter leider "game over", der Mittelspeer lässt sich ziehen. Die  Palme war diesen Winter ungeschützt, bei Temperaturen von -13,5° C, am Boden über der Schneedecke war es aber entsprechend kälter. Rhapidophyllum hystrix wurde im Spätsommer letzten Jahres an die westliche Hausseite umgepflanzt. Dieser Standort ist sehr warm, aber auch sehr trocken, sonst stehen hier nur die Yuccas. Im Sommer wird man bestimmt zusätzlich gießen müssen. Der Boden wurde  mit Kompost und etwas Sand aufgearbeitet. Ich hoffe, dass die Palme an diesem Standort aufgrund der höheren Temperaturen etwas schneller wächst. Im Winter ist der trockene Standort bestimmt von Vorteil, auch sind die Temperaturen an der Hauswand in der Regel zwei Grad höher.
05.07.2014: Noch ist sie kleiner als der Lavendel, aber vielleicht startet sie ja im Spätsommer noch durch ,-)

Zwei Jahre später.....2:0 für den Lavendel, 06.07.2016

Kommentare:

  1. Hm, die arme Wagner sieht nicht mehr so toll aus. Hätte gedacht daß sie mit Decke das besser übersteht (auch wenn -20 °C mind. 2 °C unterhalb des Existensminimums liegen). Meine kleinen, ungeheizten Fortuneis (Folie, Topf und Schnee als Schutz) sehen ähnlich aus, wenngleich vielleicht ein wenig besser. ABER, wir hatten auch 'nur' rund - 18 °C. Daß die Nadelpalme dagen so toll aussieht verwundert mich fast - klar, man sagt ihr eine Resistenz bis -24 °C nach, aber Blattschäden sollten deutlich vorher auftreten - und Deine sieht ja top aus! Meinst Du die Wagner schafft es? Meistens sieht man es ja leider auch erst später anhand des Mittelspeeres.

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  2. Hallo Johannes,
    gut sieht die Wagnerpalme wirklich nicht mehr aus, der Speer sitzt aber noch fest. Leider sagt das aber nicht viel aus, erst im Mai wird es sich zeigen......Von der Nadelpalme bin ich auch total begeistert, davon hätte ich gerne schon eine größere Pflanze.

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  3. Rhapidophyllum ist schon ganz schön hart im Nehmen und kann ja durchaus zu einem beachtlichen 'Busch' heranwachsen. Grosse Exemplare sind aber wirklich nicht einfach zu bekommen... Bei Sabal minor sieht das dagegen viel einfacher aus, da bekommt man richtig stattliche Exemplare. Allerdings ist die natürlich dann wiederum nicht ganz so frostresistent wie die Nadelpalme.

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  4. Vor allem sind größere Exemplare von Rhapidophyllum unbezahlbar. Ist aber eigentlich auch verständlich, wenn man so lange warten muss.
    Eine Sabal minor habe ich auch, sie steht drinnen vor einem Südfenster an der heißesten Stelle im Haus. Einmal im Jahr schiebt sie ein oder zwei Wedel, meistens bekomme ich das aber gar nicht richtig mit. Leider bin ich nicht sicher, ob es eine echte Sabal minor ist. Ich warte daher erst einmal die Blüte ab.

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    1. Mhm, das stimmt mit den Preisen für grosse Nadelpalmen. Aber auch als Händler ist es schwer an grosse Exemplare heranzukommen, eigentlich muss man dafür direkt aus Amerika importieren - das rechnet sich natürlich erst bei einer gewissen Containerauslatung. Abgesehen davon das immer so ne Geschichte mit den Zollbestimmungen aus Nicht-EU-Staaten...
      Erfreuen wir deshalb bei Nadelpalmen einfach auch an kleinen Exemplaren und ihrer umso grösseren Robustheit :)

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