Dienstag, 10. Dezember 2013

Yume



Camellia x Yume ist eine Hybridpflanze, die aus der Kreuzung Camellia sasanqua `Shishigashira` x Camellia yuhsienensis entstanden ist, sie hat eine einfache rosa-weiße Blüte. Die sehr zahlreich auftretetende Blüte beginnt bei mir im Gewächshaus ab Ende November und kann bis in den März hinein andauern. Die Färbung der Blütenblätter ist sehr unterschiedlich ausgeprägt, sie ist im Gegensatz zu vielen "Variegata-Formen" nicht virusbedingt, sondern genetisch verursacht. Interessanterweise soll dieses Blütenmuster bei Kreuzungen mit anderen Kamelienarten häufig weitervererbt werden. Eigene Kreuzungsversuche können das leider noch nicht bestätigen, da Yume bei mir bislang noch keine Samen angesetzt hat. Wahrscheinlich liegt es an den zu niedrigen Temperaturen während der Bestäubung. Über die Winterhärte ist leider nichts Genaueres bekannt, im Frühjahr 2014 werde ich deshalb an der westlichen Hauswand einen Auspflanzungsversuch wagen.

Dezember 2014: Ich bin gerade über den Artikel "Midwinter Bloom in the garden (2008)" von Clifford R. Parks gestolpert. Einige Yuhsienensis-Hybriden sollen überraschenderweise eine erstaunliche Knospenhärte aufweisen. Mr. Parks schreibt dort: "This winter Yume has produced normal blooms after bud have been exposed to nights in the teens."  Das macht Mut....

Unterschiedliche Blütenfarben bei Yume.
Zwei Pflanzen von Yume vor dem Gewächshaus, Dezember 2013.
Yume ist immer noch in Blüte, Ende Februar 14.

Links: Aufgeplatzte Frucht von Yume, 20.09.14, rechts: Erste geöffnete Blüte im Gewächshaus, Ende Oktober 14.

Mitte März 2015 nach dem ersten Winter

Erste Blüten Anfang Februar 2016


Yume März 2017


Yume im März 2017, die Pflanze wurde umgepflanzt.


Oben: Yume mit den ersten geöffneten Blüten bei Temperaturen um die 10°C, Sylvester 2017, unten: Yume Ende Januar 2017.

Samstag, 9. November 2013

Botanischer Garten Hamburg im November 2013

Wie im Süden der USA: Sumpfzypressenlandschaft (Taxodium distichum) in Hamburg.

Der Straußenfarn mit seinen Sporenständen im Laubstreu der Sumpfzypressen.
Im November bleiben die Sitzbänke unbesetzt, im Hintergrund Phyllostachys bissetii.


Nach dem Sturm vor zwei Wochen gibt es tatsächlich noch einige beblätterte Pflanzen:
Japanischer Ahorn, Zeder und Trompetenblume.



Phyllostachys vivax am großen See.



Noch mehr Halme von P. vivax, noch eine Sumpfzypresse und ihre abgeworfenen rötlichen Blätter am Boden.



Im Japangarten



Darauf bin ich ein weinig neidisch: Viereinhalb Meter hoher Bambus-Tunnel aus Pseudosasa japonica im Japangarten. Bei mir im Garten ist dieser Bambus nach sechs Jahren gerade mal eineinhalb Meter hoch geworden.



Von der anderen Seite aus gesehen: Pseudosasa  japonica an einem kleinen Bach....ein Traum.

Samstag, 31. August 2013

Phyllostachys parvifolia - Topp, die Wette gilt!

Aus einer Laune heraus habe ich mit meiner Tochter die folgende Wette abgeschlossen: Ich wette, dass der heute neu ausgepflanzte Bambus Phyllostachys parvifolia in 10 Jahren die doppelte Höhe unserer Dachkante erreicht hat, das wäre dann eine Höhe von 12m! Meine Tochter wettet dagegen, sie bezweifelt, dass so ein Wachstum hier in Hamburg mit seinen relativ kurzen und kühlen Sommern möglich ist. 

Der Bambus besteht im Moment aus 10 Halmen, die überwiegend 2,50m hoch sind, nur zwei Halme sind bereits ca. 2,90m. Die Pflanze wurde relativ geschützt gepflanzt und ist von anderen Bambussen umgeben. Nach Süden ist die Pflanze durch ein anderes Wohnhaus abgeschirmt, Sonne erhält sie erst am frühen Nachmittag. Dieser Standort hat den Vorteil, dass bis zu einer Höhe von ca. 5-6m Phyllostachys parvifolia von der Wintersonne geschützt ist. Ein weiterer Pluspunkt könnte sein, dass der Bambus am Rande unserer mit Bauschutt gefüllten Sickergrube gepflanzt wurde. Das Regenwasser unseres Wohnhauses versickert in diesem Bereich.

Gina und Phyllostachys parvifolia neu ausgepflanzt, im Hintergrund P. bissetii, rechts P. aureosulcate spectabilis. 
Der Wetteinsatz ist übrigens ein 3D-Drucker. Ein zum jetztigen Zeitpunkt fast noch unbezahlbares Computergerät, das in 10 Jahren hoffentlich zum Preis von 50 - 100 Euro beim Discounter erworben werden kann.
Und was sind schon 10 Jahre....... 
Ob es diesen blog dann noch gibt, ist allerdings eine ganz andere Frage.

Phyllostachys parvifolia im Juni 2016, nicht alle Halme kommen da raus, wo sie sollen.


Montag, 5. August 2013

Chamäleons und Kamelien

Letzte Woche sind bei uns zwei Jungtiere des Zwergchamäleons Bradypodion thamnobates in das Gewächshaus eingezogen. Geplant war eigentlich, dass sich die zwei Monate alten Tiere im hinteren Teil des Gewächshauses in einem Bereich von 2,50m x 1,50m x 0,80m frei auf den dort stehenden Kamelien bewegen können. Leider waren die nur 4 - 5cm langen Tiere dort nur sehr schwer ausfindig zu machen, so dass eine Kontrolle von Futter- und Wasseraufnahme nahezu unmöglich war. Inzwischen haben wir die Tiere noch unbekannten Geschlechts in einen selbstgebauten Gazekäfig umgesetzt. Dort krabbeln sie jetzt auf einer einzelnen Kamelie herum, fressen kleine Drosophila hydei Fliegen und trinken von Tautropfen an den Kamelienblättern.

Bradypodion thamnobates ist eine südafrikanische Zwergkamelienart, die aus einer höher gelegenen Region nahe der Kwazulu-Natal-Midlands stammen. Diese Region ist durch starke Tag - Nacht Temperaturschwankungen geprägt, im Winter sind dort auch Nachfröste möglich. Eine dauerhafte Haltung in einem Glasterrarium innerhalb des Hauses erscheint deshalb nicht sinnvoll. Bis in den späten Herbst hinein sollen die Tiere deshalb im Gewächshaus bleiben, im Winter scheint eine Haltung im Keller sinnvoll, oder in einem nachts unbeheizten Raum.

Voll ausgewachsen werden die Tiere übrigens 15 - 17cm groß, bei den Männchen sollte sich noch eine deutliche Körperfärbung einstellen. 

Wir sind gespannt auf die weitere Entwicklung.....






06.08. 2013: Das ging ja schnell .... Gestern konnte man nur an einigen kleinen Punkten am Kopf von Bradypodion thamnobates erkennen, dass sich die Haut abzulösen begann, heute setzt die Häutung dagegen schon großflächig am ganzen Körper ein.
25.08.2013 Es wird immer deutlicher, dass es sich es sich bei diesem Tier um ein Männchen von Bradypodion thamnobates handelt, 11 Wochen alt.
Chamaeleo dilepis

Ausgang auf Camellia japonica

Donnerstag, 25. Juli 2013

Bambus des Jahres 2014 - Fargesia demissa `Gerry`

Fargesia demissa `Gerry` stand bei mir seit ca. 2 Jahren auf der Wunschliste. In Holland wollte ich die Pflanze nicht kaufen, da die Versandkosten unverhältnismäßig hoch waren. Jetzt endlich gelang es mir in Deutschland eine Pflanze zu einem vernünftigen Preis zu erwerben. Der Bambus ist mit seinen 8 Halmen ca. 1,50 m hoch und wird an seinem neuen Standort (den ich erst noch finden muss) hoffentlich schnell zu einer stattlichen Pflanze heranwachsen. Schon jetzt kann man sehen, dass die Halme relativ weit auseinander stehen. Die Endhöhe wird wahrscheinlich eher bei 4 Meter als bei 2 - 3 Meter liegen, wie in einer bekannten Informationsquellen im Internet zu lesen ist. Leider sind einige Blätter vereinzelt von Bambusmilben befallen, da muss jetzt erst einmal konsequent gegengesteuert werden.

Im Juni 2013 wurde Fargesia Demissa `Gerry` von der EBS (European Bamboo Society) - Deutschland zum Bambus des Jahres 2014 gewählt.

Links: Topfpflanze von Fargesia demissa `Gerry`, rechts oben: neu ausgetriebener Halm, rechts unten: Halm vom letzten Jahr

 Links: Im Frühjahr 2014 wurde Fargesia  demissa `Gerry` an einem halbschattigen Standort ausgepflanzt, die Sonne erreicht ihn nur vormittags für ca. 3-4 Stunden. Die Milben wurden mit Kanemite bekämpft, die Pflanze ist im Moment milbenfrei. Jetzt  Ende Juni/Anfang Juli treibt er endlich als letzter Bambus im Garten aus. Rechts: Habitus Mitte August 2014, ca. 2m hoch.

Er schmeißt jetzt einiges an Blättern ab, Ende November 2014.

Links: September 2017, rechts: Februar 2018

Montag, 10. Juni 2013

Bambus Ende Mai / Anfang Juni 2013

Fargesia robusta ´Campbell` mit den charakteristischen Halmscheideblättern und ein massiger Austrieb bei Fargesia scabrida.



Der kleine Phyllostachys aureosulcata spectabilis völlig außer Rand und Band.

Fargesia jiuzhaigou 1 in der Abendsonne.
So gar kein horstiger Austrieb mehr bei Phyllostachys bissetii.


Neu im Rennen: Die ersten ca. fingerdicken Halme von Phyllostachys atrovaginata.

Immer dasselbe Motiv, aber was soll´s: Neue Halme beim großen Phyllostachys aureosulcata spectabilis im Abendlicht sind immer schön.


Die grüne "Urform" von Phyllostachys aureosulcata.
Sasa kurilensis



Camellia japonica Àpril Tryst` vor Fargesia robusta `Campbell`

Noch einmal Halme von Phyllostachys bissetii, die in einen Rhododendron hineingelaufen sind.


 Eine Woche später: Bambus und Rhododendron, so soll das Bambus-Kamelien-Beet später auch einmal aussehen.

Montag, 20. Mai 2013

Später Frühling


Die letzten Magnolienblüten und ein trächtiges Kaninchenweibchen.


Bambus und Farne gehören einfach zusammen.

Nachwuchs für den Garten.


Reichlich Futter für die Schnecken , unbekannte Hosta im Austrieb.




Blüte von Rhododendron makinoi  `J.J. Sörensen` , irrtümlich als reine Wildart gekauft. Zuhause musste ich feststellen, dass  J.J. Sörensen nicht der Verkäufer, sondern der Züchter ist. Diese Züchung sieht von der Blattform der Wildart aber immerhin sehr ähnlich.



In ländlichen Regionen wahrscheinlich nicht ungewöhnlich, in einem Stadtgarten schon: Ein Fasan auf der Suche nach einem Ausgang aus dem Garten. Im Vordergrund Rh. calophytum und Rh. bureavii `Teddy Bear`.





So unterschiedlich sehen Kamelien nach einem Winter mit einer Minimaltemperatur von -13,5° C aus: Camellia japonica 
`K.Sawada `und Camellia x `Black Lace`.  K. Sawada hat im oberen Drittel fast alle Blätter verloren und keine intakten Blütenknospen mehr. Black Lace hat dagegen so gut wie keine Blattschäden und wird in einigen Tagen blühen. Die Frage ist jetzt natürlich, ist die Sorte K.Sawada hier nicht geeignet oder ist der Standort so schlecht?


Camellia japonica `C.M. Hovey`, neu ausgepflanzt
Eine relativ häufig auftretende Mutation in der Blütenfarbe bei der neu ausgepflanten Camellia japonica `April Dawn`.
Sie ist auch wieder da....

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